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01.02.2013
Ojiya und seine Koi – ein weiterer Tag im Niigata

Am zweiten Tag unserer Tour durch Ojiya besuchen wir weitere Koifarmen, die uns Ihre
speziellen Varietäten vorstellten. Unser Interesse galt besonders den großen, mehrjährigen
Tieren.

Im Allgemeinen machen Koi in ihren ersten Lebensjahren ihre größte Entwicklung durch. Am Zuwachs der ersten beiden Jahre ist bereits erkennbar, in welche Endgröße sich ein Fisch entwickeln kann. Gleichzeitig verändert sich dabei oft auch die Färbung der Koi. Obwohl bei jungen Tosai häufig die Farbe das ausschlaggebende Argument für einen Kauf darstellt, ist die Bewertung der Körperform eigentlich viel mehr von Bedeutung. Die Farbe selbst kann sich im Laufe der Entwicklung sehr stark verändern und Verschlechterungen sind dabei auch möglich. Deshalb ist es wichtig, wenn man auf stabile Eigenschaften Wert legt, den Koi erst ab einer bestimmten Größe bzw. Alters zu erwerben.

Freitag 01.02.2013: Masaki und Marudo

Wir besuchen den Züchter Masaki, der für seine
Asagi und Shiro-Utsuri bekannt ist. Für uns fischt er zwei schöne dreijährige Shiro-Utsuri zur Ansicht heraus.

Gerade das Umsetzen großer Fische ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. Das Anheben der Fische verursacht Stress, die Tiere versuchen auszuweichen und es kann zu Verletzungen kommen, die den Wert des Fisches mindern. Daher wird versucht, mit dem Kescher den Koi unter Wasser lediglich in eine Richtung zu bewegen. Die schwimmende, halb mit Wasser gefüllte Wanne wird mit dem Kescher dabei
gleichzeitig unter Wasser gedrückt, so daß der Koi in die Wanne schwimmt, ohne das Wasser zu verlassen. Gerade die behutsame Art und Weise, die Herr Masaki hier zeigt, beunruhigt die anderen Fische
nicht und auch ein weiterer läßt sich auf diese Weise leicht der Wanne zuführen.

Nun kann die gesamte Wanne mit den Fischen dem Becken entnommen werden, ohne daß die Koi "in Atemnot" geraten würden.

Ein weiterer Züchter auf unserer Tour war Marudo.
Er ist bekannt für Karashi, diese wiederum für ihre Größe.

Ab einer bestimmten Fischgröße ist ein Umsetzen in der vorbeschriebenen Form nicht mehr möglich. Wir begegnen hier Karashi-Goi, die eine Person nicht mehr tragen kann, schon gar nicht am Rand einer Kunststoffwanne, die nebenbei noch viel Wasser enthält.

01.02.10

Karashi über 95 cm Länge bei Marudo

In dieser Größenordnung ist nur noch ein Umsetzen mit dem Umsetzschlauch möglich, der von einer zweiten Person durch einen weiteren Kescher gezogen wird, die den Fisch mit diesem in Beckenrandnähe fixiert.

Karashi können aufrund ihrer genetischen Voraussetzungen deutlich größer als andere Varietäten wie Gosanke werden.

Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum
Platinum-Züchter Choguro bevor wir uns auf den
Rückweg nach Tokyo machen.

01.02.12

Platinum bei Choguro

Nach mehr als zweistündiger Zugfahrt mit dem
Shinkansen erreichen wir Tokyo.


Am nächsten Tag erleben wir Bonsai in Omiya und Gartenbäume in zwei Baumschulen in Saitama.

 

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01.02.6

spacerShiro-Utsuri - schwarz auf weiß -
spacervon Masaki (Omosako-Blutlinie)

 

01.02.7

spacerDer Shiro-Utsuri wird sanft mit dem
spacerKescher in Richtung Beckenrand bewegt

 

01.02.8

spacerOhne den Fisch anzuheben gleitet
spacerer über den geneigten Wannenrand

 

01.02.9

spacerNun kann der Shiro-Utsuri dem
spacerBecken entnommen werden

 

01.02.11

spacerKarashi-Goi bei Marudo, Nisai bis Sansai

 

01.02.13

spacerBlick über Tokyo-Minato-Ku aus der
spacer39. Etage des Shinagawa-Prince-Hotels