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Japan 2013
Unterwegs in Sachen Koi und Bonsai...

Das Tagebuch einer Gartenreise am anderen Ende der Welt.

 

 

30.01.2013
Die Suche nach dem optimalen Fisch

Zunehmend finden Formgehölze ihre Plätze
im Garten mehr und mehr an Koiteichen.
Viele Koi-Freunde finden über ihr japanisches
Hobby zu Bonsai und Gartenbonsai. Für mich
ein Grund, auf meiner diesjährigen Tour die
Eigenheiten der Koizucht etwas genauer in
Augenschein zu nehmen.

Für Außenstehende schwer nach vollziehbar: für
vom Koi-Virus infizierte, den sogenannten
Koikichi, ist es ein ständiges Streben nach bester
Qualität. Grundvoraussetzung dafür ist die
richtige Körperform. Und möglichst weiblich soll
er sein. Erst dann wird auf die Farbe geschaut.
Koi werden klassifiziert in Varietäten und das
muß passen. Ein falscher Fleck an falscher Stelle
– und der Fisch ist uninteressant.

Geprägt wird das ganze durch die Blutlinie, die
bestimmte Erscheinungsmerkmale eines Fisches
ermöglicht oder eben nicht. Gerade im Raum
Niigata gibt es viele Züchter, die durch die
Verwendung ihrer, einer bestimmten Blutlinie
zugehörigen Elterntiere, zu Spezialisten auf dem
Gebiet einer jeweiligen Varietät geworden sind.

Mittwoch, 30.01.2013
Ankunft in Niigata –
Hochburg der Koizüchter

Nach rund 12-stündigem Flug haben wir die erste
Etappe unserer Reise ins Land der Koi und Bonsai hinter uns gebracht und erreichen Narita New Tokyo International Airport. Allerdings liegt noch ein weiter Weg vor uns. Unser Ziel ist Nagaoka. Eine Stadt inmitten der Präfektur Niigata, nordwestlich gelegen auf der Hauptinsel Honshu. Getrennt durch hohe Gebirgsketten erwarten uns grundsätzlich andere klimatische Bedingungen, als hier im gemäßigten Raum der direkt am Pazifik gelegenen Gegend um Tokyo.

Rund 1,5 Stunden führt unsere Reise mit dem
Narita-Expresszug zum Stadtzentrum, wo wir
dann in den Joetsu-Shinkansen-Superexpress
umsteigen, der uns in weiteren 2,5 Stunden
Fahrzeit durch die Präfekturen Saitama und
Fukushima direkt nach Nagaoka bringt.

Wie ich bereits erwartet hatte, bestätigt es sich
sofort, sobald man den Bahnhof verlassen hat:
alles eingeschneit!
Durch die relativ dichte Lage der nördlichen Bereich Honshus an die Sibirische Küste steht das Wetter hier unter kontinentalem Einfluß und Schneefälle von bis zu einem Meter pro Nacht sind überhaupt nichts ungewöhnliches. Im Gegenteil – man hat sich darauf eingestellt. Ein einfaches Räumen der Straßen wie bei uns ist überhaupt nicht möglich. Der Schnee muß weg. Er liegt auf Dächern und gefährdet die Standsicherheit der Gebäude. Er liegt am Straßenrand – ca. 4 bis 5 m hoch. Verkehrsschilder schauen nur noch wenig aus ihm heraus und schwere Baumaschinen und LKW sowie Schneefräsen sind im Dauereinsatz.

Das erste Etappenziel ist erreicht – wir reservieren
unseren Mietwagen für morgen und beschließen
den ersten Tag in unserem Hotel in Nagaoka.

Unser Ziel für Morgen: wir fahren nach Ojiya,
einem kleinen Ort in der Nähe und besuchen die
bedeutendsten Koi-Züchter des Nordens.

 

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01.02.1

spacerKujaku - Ausstellungsfische des
spacerZüchters Ofuchi

 

01.02.2

spacerDie Zufahrtswege nach Ojiya sind
spacermeterhoch von Schnee gesäumt

 

01.02.4

spacerDie Zufahrt nach Ojiya - das Torii
spacerweist den Weg auf den dahinterliegenden
spacerKoryuu-Schrein

 

01.02.5

spacerDie Dächer werden von Hand
spacergeräumt - hier am Schrein Koryuu-Jinja

 

01.02.3

spacerAkemashite omedetou gozaimasu -
spacerNoch immer steht der Neujahrsgruß
spaceram Eingang des Schreins